Passion for Impact?

Ein Plädoyer für mehr Kreativität und Wirkungsorientierung

Die Wirkung von Stiftungsprojekten ist in den letzten Jahren immer häufiger diskutiert worden. Das hat mehrere Gründe: Zum einen sparen Stifterinnen und Stifter erkleckliche Summen an Steuern, was die Frage provoziert, wofür die als gemeinnützig deklarierten Gelder eigentlich eingesetzt werden. Zum anderen erleben wir eine langsame Transformation sowie schwindende Ressourcen des Sozialstaates. Wissenswert ist deshalb, welche gesellschaftlichen Probleme durch philanthropisches Engagement wirksam adressiert werden können, ohne Staatsaufgaben zu substituieren. Hilfreich ist der Blick auf die Ergebnisse internationaler Evaluationsforschung und ‑praxis.

Was also nutzt der Gemeinschaft? Was ist wirksam? Für Stiftungen in Deutschland ist die Forderung, dass sie die Wirkung ihrer Arbeit besser beschreiben sollen, noch recht neu. International ist die Fachdebatte allerdings weit gediehen und hat zu Standards und sozialen Metriken geführt, z.B. im Global Impact Investing Network. Experimente mit Social Return on Investment“ (SROI) – von amerikanischen Stiftungen vor zehn Jahren gestartet – befinden sich nicht mehr im Anfangsstadium: Vielmehr sind bereits erste kritische Stimmen ob des Messwahns“ zu vernehmen. Diese angelsächsischen Erfahrungen sind in Deutschland allerdings überraschend wenig rezipiert worden.

Die vergleichsweise reservierte Haltung in Deutschland ist möglicherweise mit der Überlegung zu erklären, Wirkungen sozialen Handelns seien im Endeffekt nicht messbar. Dabei gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von kreativen Ansätzen, die weit über traditionelles Monitoring und Evaluation (M&E) hinausgehen.

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